Autismus – so gelingt der Umgang mit Betroffenen
Insieme Ausserschwyz hat am Samstag, 25. Januar 2025 eine Weiterbildung zum Thema „Autismus Spektrum“ organisiert. Referentin war Fabienne Serna, selbst betroffen als Mutter eines Sohnes mit ASS und Mitarbeiterin von Autismus Schweiz.
Am Samstag, 25. Januar 2025 nahmen in Pfäffikon rund 45 Personen von insieme Ausserschwyz
an einer informativen und spannenden Weiterbildung rund um das Thema
«Autismus-Spektrum» teil.
«Ich bemerke wunderschöne Dinge, wie den Krabbelkäfer im Gras, aber nicht, dass die
Wiese, auf der das Gras wächst, ein Fussballfeld ist.» Diese Aussage eines
autistischen Jugendlichen macht deutlich, wie Betroffene alltägliche Situationen
erleben. Sie sehen, hören und fühlen die Welt anders als ihre Mitmenschen. Da die
Mitarbeiter von insieme Ausserschwyz auch mit autistischen Personen in Kontakt
kommen, fand am Samstag eine lehrreiche Weiterbildung statt. Fabienne Serna,
Referentin von der Beratungsstelle autismus schweiz und selbst Mutter eines Autisten,
vermittelte Wissenswertes rund um das Thema. Weil die autistischen Merkmale
Puzzleteile eines Ganzen sind und mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können,
spricht man heute von einem Autismus-Spektrum. Die Kernsymptome sind vielfältig:
Probleme beim Verstehen von Mimik und Redewendungen, Schwierigkeiten beim
Verständnis von sozialen Regeln bis hin zu Handlungsritualen und mangelnde
Flexibilität.
Klare Kommunikation
Den Schwerpunkt legte Fabienne Serna darauf, wie Betroffenen geholfen werden kann.
«Die Akzeptanz und das nötige Verständnis bringt ihr bereits mit», lobte sie die
Anwesenden. Alle Mitarbeiter von insieme leisten demnach einen wichtigen Beitrag zur
Verbesserung der Lebenssituation von Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Neben
Akzeptanz sei es wichtig, autistischen Personen Vorhersehbarkeit zu geben. Sprich,
ihnen genau aufzuzeigen, was sie beispielsweise bei einer Feier erwartet. Wer ist
anwesend? Was gibt es zu essen? Andererseits seien Visualisierungen jeglicher Art
enorm hilfreich. Eine klare Kommunikation erleichtere zudem den Umgang mit
Betroffenen. Anstatt «Kann ich dir helfen?» sollte vielmehr direkt «Ich helfe dir» gesagt
werden.
Text. Yasmin Jöhl
Links zum Thema Autismus
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