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insieme Ausserschwyz

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Umfangreiche Informationen rund um das Thema geistige Behinderung und verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote finden Sie auf der Homepage des Dachverbandes insieme Schweiz

Kampagne 2015 - 5min

insieme Schweiz feiert 2015 ihr 55-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum lanciert die Elternvereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung eine Sensibilisierungskampagne mit dem Web-Film «5min

– insieme eine Welt zusammen».

"5min - insieme, eine Welt zusammen"

Die Idee

Was geschieht, wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die sich nie zuvor gesehen haben? 
Wenn sie sich ungestört an einem Tisch gegenübersitzen und etwas Zeit miteinander verbringen? 
Und was geschieht, wenn einer dieser Menschen eine geistige Behinderung hat?

18 Personen – 7 von ihnen mit einer geistigen Behinderung – haben das Experiment gewagt. Der-Web-Film «5min» zeigt starke Momente dieser Begegnungen auf drei Minuten.

 

 

 Bereit fr besondere Begegnungen

 

 

 

Die Premiere von „5min“

Der Web-Film „5min“ wurde am 25. April an der Delegiertenversammlung von insieme zum ersten Mal gezeigt.
Für diesen Anlass sind einige der Beteiligten nach Bern gekommen.
Auch sie haben den Film hier zum ersten Mal gesehen und sich an der Premierenfeier gut unterhalten.

Die Protagonisten
Präsentation der Menschen mit geistiger Behinderung, die am Experiment teilgenommen haben.
Porträts der Protagonisten (PDF)

Die Pressemitteilung
Präsentation des Kurzfilms «5min» und der Kampagne, 27. April 2015.
Pressemitteilung (PDF)

Erfahrung im Umgang mit Aggression und Gewalt

 

 

Lukas Wunderlich

 

Aggressionen und Gewalt machen auch bei Menschen mit einer Beeinträchtigung nicht halt. Wie aber reagiert das Umfeld darauf? In einem Vortrag erfahren über 80 Interessierte die Aggressionsbewältigung.

Erhard Gick

Im Leben gibt es immer wieder Situationen, die beim Menschen Aggressionen hervorrufen. Nicht selten ist, dass dann der Aggressor auch beim Gegenüber einen ähnlichen Zustand heraufbeschwört.

Angstzustände, Schweissausbrüche, Wut, Unkontrolliertheit sind Begleiterscheinungen. Auch bei Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung kann Aggressivität auftreten, oft sogar öfter als bei psychisch kranken Menschen. 

In einem Vortrag von Lukas Wunderlich, einem Experten, erfuhren am Mittwochabend über 80 Teilnehmende, wie Aggression und Gewalt begegnet werden kann und wie man deeskalierend auf sein Gegenüber einwirken kann. Wunderlich ist ausgewiesener Sozialpädagoge, mit dem Fachgebiet psychosoziale Beratung mit Vertiefung auf Krisenintervention und Konflikte. Seit 2000 ist er in diversen sozialen Institutionen tätig und hat Lehraufträge an verschiedenen Bildungsinstitutionen.

Viele eindeutige Fragen und wenige eindeutige Antworten

«Aggression ist ein reaktiver, belastender Zustand, kognitiv und emotional, welcher zu einer deutlichen Veränderung des Aktivitätsniveaus und zu zielgerichteten oder ungesteuerten Handlungen führt, die dazu dienen, diesem Zustand Ausdruck zu geben», schilderte Wunderlich in den Räumlichkeiten der BSZ in Seewen. Demzufolge sei die Körpersprache ein wichtiger Faktor, um Krisensituationen zu erkennen und vorbereitet auf sie zuzugehen.


«Raum schaffen ist eine der wirkungsvollsten Massnahmen, um deeskalierend wirken zu können», erläuterte Lukas Wunderlich. Bei Aggression schaffe Raum die nötige Distanz, um deeskalieren zu können. Raum schaffe daher Reizreduktion. Auch die Körperhaltung des Gegenübers, die Nähe und Distanz zu regulieren, könne positiv wirken, genauso wie die Mimik, die Stimmlage, der Blickkontakt, Berührung oder keine Berührung oder die Körperstimulation.


«Dieser Vortrag hat im Umgang mit Menschen, die eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung aufweisen, einiges aufgezeigt. Er hilft betroffenen Fachpersonen, Eltern und Betreuern, Krisensituationen zu begegnen und sie auch zu bewältigen», sagte Andre Näpflin, Präsident des organisierenden Vereins insieme Innerschwyz. Am Vortrag, der vielmehr als Kurs zur Aggressions- und Gewaltbewältigung zu bezeichnen war, nahmen Eltern, Behindertenbetreuer und Fachpersonen aus dem ganzen Kanton teil. «Es ist erstaunlich, die deeskalierenden Vorschläge von Referent Lukas Wunderlich gelten auch für ganz normale Menschen», so Näpflin weiter.


Diesbezüglich sagte Wunderlich weiter, es sei auch wichtig, die Nachsorge nach einer Aggression oder einem Gewaltereignis wahrzunehmen. Für Eltern heisst dies, sich mit anderen Eltern, der Schule oder mit Fachstellen auszutauschen. Und Fachpersonen müssen solche Situationen im Arbeitsteam aufarbeiten, eventuell das Strukturverhalten anpassen etc. «Emotionale Entlastung istwichtig», beteuerte Wunderlich.

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